Feuerwehr Lüsche
Home
News
Dienstplan
Jugendfeuerwehr
Geschichte
Blutspenden
Kontakt

Geschichte

Die Gründung der Lüscher Wehr ist auf den Mai 1926 zurückzuführen, als sich 18 junge Männer unter dem Leitspruch " Gott zur Ehr', dem nächsten zur Wehr" zum Feuerschutz zusammenfanden.

 Gründer und erster Brandmeister war Clemens Imholte, mit seinem Stellvertreter Franz Sieve. Ihnen folgten als erste Wehrmänner: Ludwig Klostermann, Josef Schlotmann, Johannes Meyer, Robert Fette, Bernhard Lübbe, Josef Garwels, Franz Warnking, Bernhard Schmitz jun. ,Bernhard Schlotmann, Josef Hammersen, Clemens Sommer, Bernhard Tabeling, Aloys Kuper, Josef Imholte (gefallen), Josef Meyer (gefallen), Anton Schmitz (gefallen).

Im Nachbarort Hausstette war schon eine Handdruckspritze vorhanden, jedoch dauerte das Anrücken der Wehr seine Zeit, so das die Gemeinde Vestrup, die damals für Lüsche zuständig war, sich veranlasst sah, eine weitere Spritze anzuschaffen. Diese war auf einem vierrädigen Karren montiert und wurde von zwei Pferden gezogen. Der Bauer, der mit seinem Gespann als erster beim Feuerwehrgerätehaus eintraf, bekam 20 Reichsmark. 8 Männer waren nötig um mit ihrer Muskelkraft das Wasser in die Schläuche dieser Pumpe zu drücken.

Als " erstes Spritzenhaus " fungierte die Scheune von Anton Sommer. Das Löschwasser wurde damals aus sogenannten " Tränkekuhlen " entnommen, wobei der Löscherfolg davon abhing, ob Wasser in der Nähe der Brandstelle vorhanden war. Später wurden diese " Kuhlen " dann in Eigenarbeit vertieft, um mehr Löschwasser zur Verfügung zu haben. Da bei der Auskofferung dieser Löschteiche jedoch die wasserhaltende Lehmschicht zerstört wurde, versickerte das Wasser. Einer dieser Teiche befand sich auf dem Grundstück von Heinz Garwels und einer in der Nähe der alten Dorfschule. Zu dieser Zeit entstanden in Lüsche die ersten Erdsilos/Futterspeicher. Das sich darin sammelnde Regenwasser wurde dann zur Brandbekämpfung (als Notlösung) verwendet.

Am 18 Juni 1934 wurde der Bau des ersten eigenen Spritzenhauses der Lüscher Wehr, durch den Gemeinderat Bakum, der inzwischen zuständig war, beschlossen. Dieses Gebäude wurde auf dem Grundstück des Bauern Johann Witte hinter der damaligen Wirtschaft Bahlmann (heute Kalaboush) im Jahre 1936 errichtet. Das Gebäude, aus Backsteinen gebaut, hatte die Maße 4 x 6 m. An der westlichen Innenseite, standen Borden zur Lagerung der Schläuche.

Im September 1940 verstarb der Gründer und erste Brandmeister Clemens Imholte, von 1940-1972 übernahm Franz Sieve die Verantwortung der Lüscher Feuerwehr.

Im Zuge der Technisierung wurde im Jahre 1942 die alte Handdruckspritze gegen ein motorisiertes Fahrzeug mit Motorspritze ausgetauscht. Es handelte sich hier um einen offenen, Ein-Tonner-Lieferwagen, Marke Opel, worauf neben der Motorspritze  noch 6-8 Feuerwehrleute Platz hatten. Dieses Fahrzeug wurde als gebraucht von der Wehr Bakum übernommen. Während des Durchzugs der alliierten Truppen im zweiten Weltkrieg, durch Lüsche, befand sich das Fahrzeug aus Sicherheitsgründen in Bakum.

Da einige Kameraden aus dem Krieg nicht zurückkehrten sah sich Brandmeister Franz Sieve im Mai 1946 gezwungen eine neue Mannschaft aufzustellen. Zu dieser gehörten: Clemens Sommer, Hans Sieve, Hans Diers, Otto Behrens, Walter Kühling, Heinrich Klostermann, Josef Bührmann, Heinrich Diers und Gottfried Lübbe.

Ein schwieriges Problem war schon immer die Alarmierung, anfangs wurde mit der Brandglocke im Kirchturm und mit Brandhörnern Alarm gegeben. 1948 erhielt Lüsche dann eine alte Luftschutzsirene der Stadt Vechta. Diese war auf einem erhöhten Holzgestell gegenüber des alten Spritzenhauses montiert.

Als im Jahr 1951 das Grundstück, worauf das Spritzenhaus stand, an den Viehkaufmann Clemens Büermann veräußert wurde und dieser den Platz für sich beanspruchte, wurde der Neubau eines Gerätehauses erforderlich. Wegen der neuen Bauplatzfrage und der finanziellen Schwierigkeiten musste dieses Vorhaben aber auf unbestimmte Zeit zurückgestellt werden.

1954 wurden mit Zuschuss der Gemeinde, Brandkasse ( Feuerschutzsteuer ) und Anliegerbeiträgen, 2 Flachspiegelbrunnen ( Hydranten ) mit einer Tiefe von 36m, einschließlich 17m Filter angelegt. Sie befanden sich auf den Grundstücken von Willi Hegger und Georg Ruhe. Seit 1979 befindet sich einer auf dem Grundstück von Stefan Suding, ein zweiter wurde 1998 auf dem Grundstück von Aloys Witte hinzugefügt.

1956 bewilligte der Rat der Gemeinde ein neues Löschfahrzeug, da der alte Wagen nun doch in die Jahre gekommen war und dringend ein neues größeres Fahrzeug benötigt wurde. Am 6 Juni 1956 rollte unter großem Sirenengeheul das neue Fahrzeug, ein Opel Blitz - LF8 vor das Spritzenhaus. Nur zwei Jahre später folgte ihm eine neue Motorspritze.

Nachdem 1951 das Grundstück mit dem alten Spritzenhaus an den Viehhändler Clemens Büermann veräußert worden war, sah man sich nun gezwungen eine neue Unterstellmöglichkeit für das neue Fahrzeug und Gerät zu schaffen, Über einen Tausch von Grundstücken einigte man sich mit Bauer Tabeling. Somit lag der Bauplatz des neuen Feuerwehrhauses in der Nähe des Ortskerns, neben dem Auslieferungslager der Landhandelsfirma H. Bröring, Dinklage. Im Frühjahr 1957 begann man mit dem Bau. Die auszuführenden Arbeiten wurden von einheimischen Handwerkern geleistet. Das neue Feuerwehrhaus wurde am 26. November 1957 fertiggestellt. 'Neben dem Schlauchturm, besaß es einen Geräteraum und einen Mannschaftsraum. Zu dieser Zeit zählte der Ort Lüsche 120 Haushaltungen und 773 Einwohner.

Von 1972-1985 übernahm Hans Sieve das Amt des Ortsbrandmeisters.

1977 wurde das neue Gerätehaus eingeweiht, gleichzeitig erhielt die Lüscher Wehr einen neuen Tankwagen ( TLF 8 ). Als neuer Ortsbrandmeister wurde Heinrich Freese 1985 ernannt. Nachdem der alte Opel Blitz-LF8, dann erhebliche Zweifel beim Tüv auslöste, ersetze man ihn 1991 durch ein neues Löschgruppenfahrzeug, ebenfalls einen LF8.

Anfang 1998 wurde dann mit dem Bau eines neuen Gerätehauses begonnen, das im November gleichen Jahres dann auch schon offiziell bezogen und eingeweiht wurde.

2002 wurde von der Gemeinde Bakum erstmals ein Budget festgelegt, über das die Wehr frei verfügen kann.

Auf Antrag der Wehr vom 25.03.02 wurde von der Gemeinde außerdem ein Mannschaftstransportwagen ( MTW Mercedes Sprinter ) angeschafft. Er wurde am 25 April '03 offiziell von der Gemeinde Bakum übergeben.

Nach langem hin und her und der Zustimmung der Gemeinde, wurde im Jahr 2005 beschlossen dass in Lüsche  eine Jugendfeuerwehr gegründet werden soll. Nachdem Zettel verteilt und Eltern im Ort persönlich angesprochen wurden, haben sich am 11.05.2005 erstmals 17 interessierte Kinder im Feuerwehrhaus eingefunden. Offizielle Einweihung fand im Juni 2006 statt. Erster Jugendfeuerwehrwart war Ralf Timme, Stellvertreter Christian Freese. Im Februar 2011 wurde Freese zum ersten Jugendwart gewählt und Timme sein Stellvertreter. Ebenfalls wurden vier weitere Betreuer benannt.

 

Im Jahr 2005 musste der bisherige Wehrführer Heinrich Freese aus persönlichen Gründen sein Amt aufgeben, sodass im Februar 2006 Ludger Schrand zum Ortsbrandmeister und Michael Ruhe zu seinem Stellvertreter gewählt wurden.

 

Weil das bisherige Tanklöschfahrzeug erhebliche Mängel aufwies, wurde es im April 2010 durch ein TLF 16/25 von Schlingmann ersetzt.

 

Im Februar 2012 wurde Ludger Schrand erneut zum Ortsbrandmeister gewählt und Christian Freese sein neuer Stellvertreter.

 

 

Im Oktober 2013 wurden Friedrich Kathmann  und Heinrich Freese in den Ruhestand versetzt. Freese wurde zusätzlich vom Bürgermeister Lehmann zum Ehrenbrandmeister der Gemeinde Bakum ernannt.

Feuerwehr Lüsche  | info@feuerwehr-luesche.de 05438/661